Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Steinofen-Meister GmbH & Co. KG eröffnet Betriebsstätte

Mecklenburgische Seenplatte | 02.09.2016

Harry Glawe
Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus

In Waren (Müritz) hat die Steinofen-Meister GmbH & Co. KG feierlich ihre Betriebstätte eröffnet. „Es startet ein Unternehmen mit innovativen Produkten in der Ernährungsindustrie, welches eine Marktlücke bedient. 49 Arbeitsplätze entstehen im verarbeitenden Gewerbe. Umso mehr freue ich mich über die Neuansiedlung. Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort und vor allem auch für Investoren im Bereich der Ernährungswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Modernes Blockheizkraftwerk spart Energie

Die Steinofen-Meister GmbH & Co. KG wurde im August 2015 in Waren gegründet. Unternehmensgegenstand ist die Produktion und der Vertrieb von Frisch- und Tiefkühlbackwaren im In- und Ausland. Auf insgesamt 2.700 Quadratmetern ist ein moderner Betrieb entstanden. Allein 2.000 Quadratmeter sind dabei der Herstellung der Frisch- und Tiefkühlbackwaren vorbehalten. Zudem wurde das neu entstandene Werk mit einem Blockheizkraftwerk kombiniert. „Über Wärmerückgewinnung können etwa 60 Prozent der Energie eingespart werden“, so Glawe weiter. 

Qualitativ hochwertige Tiefkühlbackwaren

Für die Errichtung der Betriebsstätte wurde ein Grundstück in Waren im Gewerbegebiet Rothegrund erworben. Neben dem Bau des Produktions- und Verwaltungsgebäudes wurden bauliche Investitionen in ein Tiefkühllager und Außenanlagen sowie Investitionen in Maschinen, Einrichtung und Ausstattung realisiert. Der Schwerpunkt der Produktion liegt dabei auf qualitativ hochwertigen Tiefkühlbackwaren. Zudem soll die traditionelle Backkunst mit „Steinofenqualität“ mit den Anforderungen internationaler Produkte verbunden werden. Die Produktpalette des Unternehmens wird überwiegend spezifische Produkte (Clean-Label-Produkte und Bio-Produkte) enthalten. „Der Trend auf dem Lebensmittelmarkt ist unübersehbar. Viele Kunden legen heute besonderen Wert auf Erzeugnisse ohne Zusatzstoffe und wollen auch Bio-Produkte essen. Die Steinofen-Meister GmbH will damit eine Nische im hart umkämpften Wettbewerb besetzen“, betonte Glawe weiter. Beispiele sind Produkte wie Pizzaschnecken, Flammkuchen-Snacks oder Honig-Krustis. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Investitionen der Steinofen-Meister GmbH & Co. KG belaufen sich auf insgesamt rund 8,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit circa 2,1 Millionen Euro. 

Ernährungswirtschaft in MV ist verlässliche Wirtschaftsgröße

Auch die Ernährungsindustrie nimmt bei uns im Land einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. „Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Das Erfolgsrezept der Ernährungswirtschaft liegt auch in der gesunden Mischung aus traditionellen Unternehmen, Global Playern und Neuansiedlungen“, sagte Glawe. Hierzu zählen international bekannte Größen wie Dr. Oetker in Wittenburg, Nestlé in Schwerin, Trolli in Boizenburg oder auch Pfanni in Stavenhagen. Zu den neueren Ansiedlungen zählen unter anderem die ProLupin GmbH (Herstellung von rein pflanzlichen Lebensmittelzutaten aus den Samen der Blauen Süßlupine), biosanica im Gewerbegebiet Pommerndreieck (Produktion von Trockenobst) sowie die Firma Anklam Extrakt. Das Unternehmen stellt Kräuterextrakte her. 

Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung und die Backwarenindustrie. Die Branche erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 einen Gesamtumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Damit beträgt der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes ca. 33 Prozent. Über 14.000 Mitarbeiter sind in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten tätig. „Wir haben die Rohstoffe im Land, die uns heimische Landwirte zur Verfügung stellen, wir haben hervorragende Unternehmen, welche diese zu hochwertigen Produkten veredeln“, so Glawe abschließend.

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