IHKs in Mecklenburg-Vorpommern

Qualitätsjournalismus geehrt

Mecklenburgische Seenplatte | 10.07.2014

Der Rufer 2014 (Fotos: Thomas Kunsch)
Der Rufer 2014 (Fotos: Thomas Kunsch)

In der emotionsgeladenen Debatte um die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland waren im Jahr 2013 Medien und Wirtschaftsjournalisten häufiger denn je mit Themen wie Mindestlohn, Niedriglohn und prekären Arbeitssituationen befasst. Es ist ein Themenkomplex, der unterschiedlichste Standpunkte unvereinbar gegenüberstellt, der Gemüter erhitzt, unter die Haut geht und der nordischen Seele wehtut.

Gleich zwei Bearbeitungen dieser Thematik wurden gestern von den drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern mit dem IHK-Medienpreis "Rufer 2014" ausgezeichnet. „Das ist ein Zeichen, dass die Industrie und Handelskammern und auch die Unternehmer und Unternehmerinnen im Land sich ihrer Verantwortung bewusst sind“, wertete Claus Ruhe Madsen, Präsident der IHK zu Rostock, das Ergebnis der Jury. 

Claus Tantzen vom NDR Landesfunkhaus erhielt in der Kategorie Fernsehen den Medienpreis für seinen Beitrag „Arbeitsverhältnisse“. In der Kategorie Hörfunk überzeugte Almuth Knigge mit der journalisten Aufbereitung ihres Beitrages „Wie viel über Armutsgrenze verdienst du? – Mindest- und Niedriglohn“.

Mit den "Folgen, Chancen und Risiken der Hinwendung zum Ökostrom“ beschäftigte sich Frank Pfaff. Er wurde in der Kategorie Print mit dem Medienpreis ausgezeichnet. "Frank Pfaff hat die große Dimension der Energiewende gut auf die Region herunter gebrochen und das brisante Thema Windenergie aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert", so seine Laudatorin Sibylle Ekat vom DJV.

Für den Rufer 2014 waren 36 Beiträge aus Print, Hörfunk und TV eingereicht worden. Bewertet wurde die journalistische Aufbereitung des Inhaltes, der differenzierende und verantwortungsvolle Wirtschaftsjournalismus sowie die allgemein verständliche und sachliche Berichterstattung, die das öffentliche Verständnis für Marktwirtschaft weckt. Gewürdigt wird mit dem Preis der Qualitätsjournalismus, der es Zeiten von Kurznachrichten und schnellen Medien-Hypes schwer hat zu bestehen.

Der Medienpreis Rufer wurde am 09. Juli 2014 in den drei Medienkategorien zum 6. Mal verliehen. Der Preis ist jeweils mit 2.000 Euro dotiert. Jeder der Preisträger erhielt zudem die Bronzestatue als sichtbares Zeichen der Ehrung.

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