IHK Neubrandenburg

Öffentlichkeitsbeteiligung und Diskussion des Bundesverkehrswegeplans 2030

Mecklenburgische Seenplatte | 13.04.2016

Verkehrsfreigabe Osnabrücker Straße
Verkehrsfreigabe Osnabrücker Straße

„Nachdem der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) 2030 vorliegt, kommt es jetzt darauf an, über eine rege Öffentlichkeitsbeteiligung beim Bund für jene Projekte zu werben, die ebenfalls dringlich für die künftige Infrastrukturentwicklung der Region sind, aber bisher keinen Eingang in die Planung gefunden haben. 

Außerdem gilt es sich stark zu machen für die Projekte, die jetzt im Entwurf enthalten sind“, stellt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern fest. Unterstützung erhält er dabei von IHK-Vizepräsident Lutz Osterland, Geschäftsführer der Spedition Gertner GmbH und Vorsitzender des IHK-Arbeitskreises Verkehr. Der ergänzt: „Wir freuen uns darüber, dass es mit den beiden fest disponierten Projekten des ersten Bauabschnittes der Ortsumgehungen Neubrandenburg sowie Mirow nun hoffentlich zügig vorangehen kann.“

Auch für die wichtige Nord-Süd-Achse B 96 sieht Osterland eine positive Entwicklung. So wurde die vom Land Brandenburg angemeldete Maßnahmenkette bis zur mecklenburgischen Landesgrenze vollumfänglich in den Vordringlichen Bedarf des BVWP aufgenommen. Und auch für die vom Land Mecklenburg-Vorpommern angemeldeten Ortsumgehungen Weisdin – gelistet im vordringlichen Bedarf – und Usadel – gelistet im weiteren Bedarf mit Planungsrecht – besteht laut dem BVWP-Entwurf Planungsrecht. Damit wird nach Erwartung von Osterland „das Land nun hoffentlich schnellstens die Ausbaukonzeption für den Ausbau der B 96 zwischen Neubrandenburg und der südlichen Landesgrenze abschließen.“

Der seit langem von der IHK Neubrandenburg geforderte Neubau der B189 n von Mirow nach Wittstock/Dosse sowie der Neubau der Ortsumgehungen Dargun, Lühmannsdorf und Wolgast sind als weitere Projekte im vordringlichen Bedarf enthalten. „Mit den letzten beiden Vorhaben wird sich insbesondere die Anbindung der Insel Usedom deutlich verbessern“ ist sich Haasch sicher.

Dass die übrigen beiden Bauabschnitte der Ortsumgehung Neubrandenburg und die Anbindung Neubrandenburgs an die A 20 indes nicht berücksichtigt worden sind, sieht Osterland kritisch. Daher fordert die Kammer die Aufnahme der Vorhaben in den neuen Bundesverkehrswegeplan, um die Verbesserung des störanfälligen Fernstraßennetzes des Oberzentrums mit dem Friedrich-Engels-Ring im Schnittpunkt mehrerer Bundesstraßen zu erreichen und zudem den CO2-Ausstoß und den Verkehrslärm in der Stadt zu verringern.

Handlungsbedarf besteht auch auf der Schiene. Hier wurde kein Projekt aus dem östlichen Mecklenburg-Vorpommern, bspw. der Wiederaufbau der Bahnstrecke Ducherow–Swinoujscie–Heringsdorf über die Karniner Brücke, gelistet.

Darüber hinaus ist das Land gefordert, die vom Bund bestätigten Projekte schnellstmöglich anzugehen und die Voraussetzungen für eine zügige Realisierung zu schaffen.

Noch bis zum 2. Mai kann sich die Öffentlichkeit unter www.bvwp2030.de an der Diskussion zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) beteiligen.

 

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