Bauernverband Mecklenburg Vorpommern e.V.

Landwirte in MV sehen sich als Verlierer der Beschlüsse der AMK

Mecklenburgische Seenplatte | 13.11.2013

Land- und Ernährungswirtschaft
Umsetzung der Nationalen Agrarpolitik und die Finanzierung der Entwicklung der ländlichen Räume beschlossen.

"Das Positive ist, es gibt einen Beschluss, dass die Ausgestaltung der Agrarpolitik weiter voranschreiten kann. Damit haben die Landwirte Planungssicherheit", heißt es heute in einer Pressemitteilung des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorppmmern.

Das Negative ist, dass das Ziel der Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in Deutschland nicht erreicht wurde und Betriebe mit größeren Strukturen, wie z. B. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Anhalt benachteiligt werden“ so Präsident Rainer Tietböhl in einer ersten Reaktion auf die Ergebnisse der gestrigen Agrarministerkonferenz. 

Auch wenn Grünen Politiker weitaus größerer Einschnitte gefordert haben, bedeuten die 4,5 % Umschichtung der Finanzmittel von der Ersten in die Zweite Säule für die Landwirtschaft in M-V finanzielle Verluste, das heißt Verlust von einkommenswirksamen Zahlungen. Diese Verluste wurden von der Landespolitik in den Verhandlungen in Kauf genommen, um die Zahlungen in der Zweiten Säule (für z. B. regionale Entwicklung) auf konstantem Niveau zu halten. 

Als Erfolg kann verzeichnet werden, dass unsere Gegenargumente bezüglich gekoppelter Zahlungen berücksichtigt wurden. Zudem gibt es keine Kappung und Degression. Dennoch werden innerhalb Deutschlands die Unterschiede in der Agrarförderung größer. Wenn bei der bisherigen Berechnung der Zahlungen Grundlage die historischen Referenzerträge eine nachvollziehbare feste Basis waren, ist jetzt die politisch „gefühlt“ gewünschte Betriebsgröße der Ausgangspunkt. Betriebe in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bekommen nach den jetzt erzielten Ergebnissen der AMK die vergleichsweise höchsten Zahlungen. Nach dem Motto „klein ist schön“.

Dem gegenüber werden Landwirten in M-V jährlich ca. 40 Mio. € einkommenswirksam fehlen. Dies ruft scharfen Protest des Berufsstandes im Land hervor.

Da sich alle Landwirte aus Deutschland am gleichen Markt treffen, erhöht sich der Druck zur Effizienzsteigerung auf die Betriebe in den Bundesländern mit größeren Flächenstrukturen wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg- Vorpommern.

Nunmehr ist die Landesregierung gefordert, bessere agrarpolitische Rahmenbedingungen in M-V zu schaffen, um diese Benachteiligung der Landwirte gegenüber ihren Wettbewerbern in anderen Bundesländern wieder auszugleichen.

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Kartoffelzucht aus M-V deutschlandweit an der Spitze Dr. Till Backhaus - Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Foto: Bobo11

Zukünftig muss bei der Pflanzenzucht mehr Wert darauf gelegt werden robuste, ertragsreiche Pflanzen zu züchten.zum Artikel » ]

Metall- und Elektrobranche im Fokus Metall

Im Mittelpunkt des landesweit ersten Branchentages der Unternehmerverbände Rostock, Schwerin und Vorpommern in Neu Wokern (Landkreis Rostock) standen am Mittwoch Unternehmen ... [ zum Artikel » ]

Kleine und mittlere Unternehmen sind Rückgrat der Wirtschaft Symbolbild Geschäftsbericht © cirquedesprit - Fotolia.com

Mecklenburg-Vorpommern kommt wirtschaftlich voran. "Die kleinen und mittleren Unternehmen bilden das Rückgrat der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Die Wirtschaft ist ... [ zum Artikel » ]

13 Unternehmen aus MV auf der Arab Health 2014 Ludwig-Bölkow-Haus, Foto: IHK zu Schwerin

Die Gesundheitsmesse Arab Health fand vom 27. bis 30. Januar in Dubai statt und brach in diesem Jahr alle Rekorde. Auf dieser weltweit zweitwichtigsten Gesundheitsmesse waren 3. [ zum Artikel » ]

Mecklenburg-Vorpommern ist attraktiver geworden Geschäftsreisen, Bild: Fotolia

Nach Angaben des Statistischen Amtes weist Mecklenburg-Vorpommern im 1. Halbjahr 2013 einen positiven Wanderungssaldo auf. 16.448 Zuzügen stehen 15. [ zum Artikel » ]

8,1 Millionen Euro Investition in Mischfutterwerk Harry Glawe

Die Unternehmensgruppe Agrifirm Deutschland GmbH erweitert ihre Betriebsstätte in Losten (bei Bad Kleinen). Neben Umbaumaßnahmen bestehender Gebäude auf dem 10. [ zum Artikel » ]

101 Köpfe

Holger Behrndt, geschäftsführender Gesellschafter Behrndt und Herud GmbH

Lernen Sie Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern kennen! 

Holger Behrndt steckt voller Ideen, kann übers Wasser laufen und schätzt ein, wie lang der Weg zum papierlosen Büro sein wird. Er weiß, dass es wichtig ist, in generationsübergreifenden Belegschaften alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Über sein Unternehmen, die Prozesse der Digitalisierung  und vieles andere unterhielten wir uns mit ihm kürzlich.

Bücher aus der Region

Wer kämmt das Haar in der Suppe? © EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

(lifePR)  Da muss man erst mal drauf kommen, um solche lebensklugen, witzigen, wortspielerischen und auch zungenbrecherischen Texte zu verfassen. Gabriele Berthel hat es gekonnt getan und sie 2004 unter dem originellen Titel „Wer kämmt das Haar in der Suppe?“ veröffentlicht – zusammen mit den ebenso poetischen wie zugleich kraftvollen Illustrationen von Helga Kaffke. Lange war der Vergnügen stiftende Band vergriffen. 

Anzeige
Anzeige

FAKTOR WIRTSCHAFT TV

  • Außenwirtschaftstag findet am 06. und 07. November in Neubrandenburg
  • Deutsch-Polnischer ...

Bildergalerien

Faktor Wirtschaft

FAKTOR WIRTSCHAFT 12/2018

IHK Zeitung Faktor Wirtschaft - Dezember 2018

Titelthema:

Wer hier geboren ist, kehrt gern wieder in die Heimat zurück, wenn ihm eine gute Arbeitsmöglichkeit geboten wird. Andererseits sucht die regionale Wirtschaft nach versierten Fachkräften. Die IHK veranstaltete den ersten Heimkehrertag.