Bauernverband MV

Diskussion zum Pflanzenschutz

Mecklenburgische Seenplatte | 27.02.2018

Sachkundenachweis, Foto: Bauernverband MV
Sachkundenachweis, Foto: Bauernverband MV

Am Mittwoch, den 28.02.2018 lädt die Bürgerinitiative Klockenhagen zu einem Informationsabend mit dem Thema „Die pestizidfreie Kommune – ein Weg zu mehr Umweltschutz vor Ort“ ein. Auch Landwirte aus der Region werden als Gäste an dieser Veranstaltung teilnehmen, um mit interessierten Bürgern über den Einsatz von Pflanzenschutzmittel sachlich diskutieren zu können. 

Der Bauernverband Nordvorpommern sowie der Landesbauernverband sehen mit Sorge auf die Entwicklung der aktuellen Diskussionen zum Glyphosat und Pflanzenschutz in Mecklenburg-Vorpommern. „Dieser Informationsabend reiht sich ein in die zahlreichen Diskussionen zum Pflanzenschutzmitteleinsatz auf kommunalen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Besorgniserregend ist dabei, dass durch bestimmte Organisationen und Interessensgruppen der generelle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – und damit die konventionelle Landwirtschaft scheinbar in Frage gestellt wird“, erklärt Christian Ehlers,  Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordvorpommern. 

In Bezug auf die vorherrschenden Diskussionen zum Glyphosat begrüßt der Bauernverband Nordvorpommern die Position des Stralsunder Oberbürgermeisters Alexander Badrow, welcher sich für eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Landwirten sowie weiteren Experten einsetzt und sich gegen eine pauschale Verteufelung von Glyphosat sowie gegen ein generelles Verbot von Herbiziden ausspricht. 

Christian Ehlers weist darauf hin, dass das Engagement des Berufsstandes nun entscheidend ist und viele Landwirte bereits jede Möglichkeit nutzen, um Pflanzenschutzmaßnahmen aus Sicht der Praktiker zu erklären. „Um der Öffentlichkeit den fachlich korrekten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und dessen Vorteile für die Erzeugung unserer wertvollen Lebens- und Futtermittel erläutern zu können, sind unsere Landwirte auch am Mittwoch in Klockenhagen vor Ort.“ 

Bereits in anderen Kommunen, wie Anfang Februar in Anklam und im März in Greifswald, nutzen die Landwirte die Möglichkeit ihre Sicht, die Notwendigkeit und die Vorteile des Pflanzenschutzes vor den Entscheidungsträgern zu erläutern. „Ein Dialog zwischen den Stadt- und Kommunalvertretern und den ortsansässigen Landwirten kann Missverständnisse ausräumen und wieder mehr Vertrauen schaffen. Dies ist der richtige Weg – ein Dialog, ein Miteinander – das sollte unser aller Ziel sein.“ betont Dr. Martin Piehl, Geschäftsführer des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern. 

Um gute Erträge und entsprechend hohe Qualitäten unserer Lebensmittel gewährleisten zu können sowie Ernteverluste möglichst zu vermeiden, werden Pflanzenschutzmittel gezielt und verantwortungsbewusst von Landwirten eingesetzt. Die Nutzpflanzen, wie Getreide, Raps und Zuckerrüben müssen vor diversen negativen Einflüssen bewahrt werden. Dazu gehört der Schutz vor Unkräutern, Insekten und pilzlichen Erkrankungen. Um Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen zu können, erhalten die Landwirte nach einer intensiven theoretischen Schulung und Prüfung einen Sachkundenachweis, der alle drei Jahre mit behördlich anerkannten Weiterbildungsveranstaltungen verlängert werden kann. 

Dr. Martin Piehl verweist auf die Fachkenntnis der Landwirte: „Bei der mit Vegetationsbeginn täglichen Kontrolle der Felder erkennen die Landwirte das Wachstum von Unkräutern oder den Befall von Schadinsekten. Darüber hinaus können mit Hilfe von Wetterprognosen Krankheitsgefahren abgeschätzt werden, so dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln umwelt- und bedarfsgerecht geplant wird.“ Negative Auswirkungen für die Umwelt sowie für die Anwender- und die Lebensmittelsicherheit werden durch die strengen gesetzlichen Regelungen für die Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vermieden.

Bauernverband MV

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