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Deutsche Auftragseingänge: Guter Start ins Jahr 2014

Mecklenburgische Seenplatte | 06.03.2014

Konjunktur
(c) fotolia.de

Das Bundeswirtschaftsministerium und die Deutsche Bundesbank haben heute Zahlen zur Entwicklung der deutschen Auftragseingänge zum Jahresbeginn 2014 veröffentlicht. Im Januar verzeichneten die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe saisonbereinigt eine deutliche Zunahme der Auftragseingänge um 1,2% im Vergleich zum Vormonat. 

Zusammen mit der leichten Aufwärtsrevision des Dezemberwertes ergibt sich ein Anstieg der Jahresrate von 6,1% auf 8,4% Y/Y. Damit gelingt den Unternehmen im Verarbeitenden Sektor ein hervorragender Start ins Jahr 2014, der die robuste konjunkturelle Verfassung der deutschen Wirtschaft nochmals unterstreicht.

Sowohl aus dem Inland (+1,6% M/M) als auch aus dem Ausland (+1,0% M/M) gingen im Januar bei den Unternehmen deutlich mehr Bestellungen ein. Lediglich bei den Orders aus der Eurozone kam es im Januar zu einem deutlichen Rückgang (-8,8% M/M), der jedoch im Zusammenhang mit der kräftigen Expansion im vorherigen Monat gesehen werden muss. Dies stellt somit eine Korrektur des durch Großaufträge verzerrten hohen Auftragseingangs für Investitionsgüter im Dezember dar. Insofern sollte der Wert für die Eurozone nicht isoliert betrachtet werden. Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich steht noch immer ein überproportionaler Zuwachs von 4,9% zu Buche.

Zudem wurde der Rückgang der Bestellungen aus der Eurozone im Januar durch einen zeitgleichen kräftigen Orderanstieg aus dem sonstigen Ausland (+7,2% M/M) überkompensiert. Zwar spielte hier ebenfalls die Musik vor allem bei den Investitionsgütern, aber auch Konsumgüterhersteller durften sich über ein kräftiges Plus freuen, was in der Summe aller Auftragseingänge zu dem größten Zuwachs bei der Hauptgütergruppe Konsumgüter führte (+6,3% M/M). Aber auch bei den Vorleistungs- und Investitionsgütern gab es insgesamt Zuwächse, wenngleich diese sich mit +1,4% bzw. +0,5% M/M weniger dynamisch präsentierten.

Fazit: Die Auftragslage der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat sich zum Jahresauftakt in Deutschland deutlich verbessert. Zum Vormonat legten die Bestellungen um 1,2% zu, wobei die Nachfrage sowohl im Inland als auch im Ausland zunahm. Damit kommt der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland immer mehr in der deutschen Industrie an. Es bleibt zu hoffen, dass der aktuelle Konflikt zwischen der Ukraine und Russland bald diplomatisch gelöst wird. Ein längerer Konflikt oder gar Sanktionen könnten sich sonst als Bremsklotz für die deutsche Konjunktur erweisen. Noch sehen wir aber keine Veranlassung, unsere Wachstumsprognose von 2% für 2014 anzupassen.

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