Folge 1

Rico Wiese ist vom Messeflair der CeBIT begeistert

101 Köpfe | 04.03.2010

Rico Wiese
Rico Wiese, Geschäftsfüher Northbit GmbH

 

Rico Wiese ist Geschäftsführer der Northbit GmbH. Northbit ist ein IT-Unternehmen mit drei Standorten in Mecklenburg-Vorpommern und befasst sich bereits seit 2002 sehr erfolgreich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Unternehmenssoftware und Webapplikationen. Vor zwei Jahren wurde die Northbit GmbH gegründet.

Herr Wiese, Sie sind zum ersten Mal mit Ihrem Unternehmen als Aussteller auf der CeBIT. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Sehr gut! Ich bereue nicht, dass wir die Möglichkeit wahrgenommen haben uns auf dem Nordost Gemeinschaftsstand der IT-Spezialisten aus Mecklenburg-Vorpommern zu präsentieren. Hier kommen die Kunden gezielt zu uns, und wir haben gute Kontakte. Wenn die Messe beendet ist, haben wir gut zu tun, die Kundenanfragen zu bearbeiten und viele Angebote zu schreiben. Im Vorfeld haben wir unsere Kunden ja bereits informiert, dass wir uns in der Halle 9 präsentieren, und diese Marketingstrategie hat sich auch bewährt. Auch die im Vorfeld besprochenen Termine werden eingehalten. Wenn ich alle unsere Besucher selbst hätte besuchen müssen, wäre ich ein ganzes Jahr nur unterwegs gewesen. Der Besucheransturm übertrifft meine Erwartungen. Gezielt orientiert sich das Publikum am Messekatalog und sucht nach Anbietern von Software für bestimmte Lösungen – so wie bei uns viele Anfragen für NEV von Immobilienunternehmen kommen. „NorthbitVisualEstate“, kurz NVE ist die innovative Lösung zur einfachen Integration und Aktualisierung von Flurkarten und Grundstücken in Google Maps™. Damit erreicht die Verwaltung und Vermarktung von Liegenschaften eine ganz neue Qualität.

 

 

Das Motto der diesjährigen Messe lautet ja „Connected Worlds“; haben die Aussteller sich an diesem Motto orientiert?

Es ist eben die Weltgrößte IT-Messe, da steht das Motto aufgrund der internationalen Aussteller als auch Besucher allein schon unter diesem Motto. Perspektivisch wird ein IT-System ohne Schnittstellen keine Zukunft.

 

Welche Trends fanden Sie selbst für sich und Northbit auf der Messe interessant?

Frau Stark, ich bin noch gar nicht dazu gekommen, mich auf der Messe umzuschauen. Wir versuchen im Moment die Kundenanfragen aufzunehmen. Aber ich hoffe, dass ich heute Abend mir die Zeit noch nehmen kann, mich über innovative Lösungen anderer Anbieter zu informieren.

 

Hatten Sie Gelegenheit Politikern Ihre Produkte zu erläutern?

 

Ja, heute haben wir ein ausführliches Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern führen können, der Wirtschaftsminister selbst war durch die Werftenkrise verhindert. Wir müssen ganz klar verdeutlichen: Es sind immerhin im Land Mecklenburg-Vorpommern 14.000 Menschen in der IT-Branche beschäftigt. Das ist eine Größenordnung, die bislang ein sehr stilles Dasein geführt hat. Das ist für unser Bundesland ein erhebliches Wirtschaftpotenzial neben dem Tourismus und der Gesundheitsbranche.

 

Herr Wiese unmittelbar vor der Messe und auch während der Messe ist das Thema Datenschutz von Ministerin Aigner debattiert worden, begleitet mit harscher Kritik an Google und Facebook, haben Sie sich mit Ihren Mitarbeitern darüber unterhalten können?

Ich sehe hier ganz klar die Nutzer in eigener Verantwortung. Man sollte immer vorsichtig sein mit der Herausgabe von Daten oder dem Einstellen von Informationen. Unterstellungen, dass kriminelle Absichten hinter den Lösungsansätzen der Unternehmen stehen sind hier vollkommen fehl am Platz. Sonst hätten diese Unternehmen auch nicht dieses Vertrauen bei den Nutzern und das ja weltweit. Ich will damit aber keinesfalls sagen Datenschutz und Sicherheit seien nicht so wichtig, nur jeder sollte sich selbst überprüfen, welche Datenspuren er im Alltag hinterlässt. Unternehmen wie Google arbeiten diesbezüglich sehr seriös. Im Übrigen finde ich die Entwicklung des Unternehmens sehr interessant. Haben wir alle doch lange Zeit gedacht Microsoft hat eine Monopolstellung, die sich nie einholen lässt, so hat Google das Gegenteil bewiesen und ich glaube wir dürfen weiterhin gespannt sein. Der Markt ist eben ständig in Bewegung.

 

Herr Wiese wo sehen Sie sich und die Northbit GmbH in fünf Jahren?

Also zur gleichen Zeit am gleichen Standort werde ich auf der CeBIT sein - dann aber nicht mehr auf einem Gemeinschaftsstand, sondern mit meinem eigenen. Wir werden unsere Mitarbeiterzahl verdreifacht haben und unser betriebswirtschaftliches Ergebnis auch deutlich verbessert haben. Kurzum wir werden unser Wachstum fortsetzen. In fünf Jahren werden wir uns zu einem Spezialanbieter von Software und Produktentwicklungen entwickelt haben.

 

Nennen Sie mir drei Unternehmerpersönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern, vor denen Sie den Hut ziehen!

Als erstes benenne ich Jörg Sinnig von der SIV AG. Das Unternehmen ist eine Gründung aus eigener Kraft, beschäftigt derzeit 250 Leute und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Da kann man nur den Hut ziehen.

Als zweites ist Günther Weber - wenn ich ihn als Unternehmerpersönlichkeit Mecklenburg-Vorpommerns zählen darf -  jemand, der mir Respekt abverlangt. Er hat mit seinen Werken in Neubrandenburg und Groß Nemerow auch viel für die Region bewirkt und Arbeitsplätze geschaffen. Die Maschinen von Weber Maschinenbau sind weltweit gefragt. Das ist eine tolle Unternehmensperformance.

Auf den dritten Platz meiner Wahl hätten mehrere Unternehmer einen Anspruch. Da ich aber von Andreas Scher, Geschäftsführer der Planet IC sehr viel gelernt habe, gebührt dieser Rang ihm. Er ist Netzwerker aus Leidenschaft und pflegt einen offenen und ehrlichen Umgang miteinander. Seine Denkweise, „Geheimnisse bringen mich nicht weiter – nur Offenheit und Kooperationssinn“, habe ich mir selbst zu Eigen gemacht.

 

Her Wiese vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg auf der Messe.

 

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